LOS ANGELES
Mein Blick auf Los Angeles: Zwischen Popcorn, Panorama und Inszenierung
Los Angeles ist eine Stadt, die einen nicht ankommen lässt, sondern sofort in Bewegung setzt: Am Santa Monica Pier zwischen Popcorn, Musik und flüchtigen Momenten oder in den Hollywood Hills mit diesem einen Panorama, das jeder kennt und das trotzdem immer wieder überrascht. Mit der Leica folge ich genau diesen Spannungsfeldern. Beginnend vom beobachtenden Street-Frame bis zur perfekt inszenierten Show der Universal Studios.
Der Santa Monica Pier als Bühne
Auf dem Pier zu stehen, bedeutete für mich als Fotograf, ein Chaos zu ordnen. Während die Breakdancer im Zentrum ihre Kreise zogen, passierte um sie herum alles gleichzeitig: Das Quietschen des Pacific Wheel, der Geruch von Popcorn und Holz, und die stoischen Angler am Ende des Decks, die das Spektakel hinter sich komplett ignorierten.
Die Breakdancer brachten dabei eine urbane Energie an diesen maritimen Ort. Als ich es aus der Distanz betrachtete, verschmolzen die akrobatischen Bewegungen mit der Kulisse des Piers zu einem lebendigen Ganzen. Street Photography in seiner wahren Form: Beobachtend, distanziert, respektvoll.
Es war für mich dieser kurze Moment des Innehaltens in einer Stadt, die permanent in Bewegung ist.
Das bekannteste „Zeichen auf dem Hügel“ in Los Angeles ist natürlich das HOLLYWOOD-Sign am Mount Lee in den Hollywood Hills
Die markanten neun weißen Buchstaben sind jeweils etwa 13,7 bis 15,2 Meter hoch und zwischen 9,4 und 11,9 Meter breit. Der gesamte Schriftzug erstreckt sich über eine Länge von circa 137 Metern.
Die heutigen Buchstaben bestehen aus Stahl, der auf massiven Betonfundamenten ruht. Ursprünglich waren sie aus Holz und Blech gefertigt. Sie sind in einem speziellen, hochreflektierenden Weiß gestrichen, um in der kalifornischen Sonne weithin sichtbar zu sein. Der Name: Ursprünglich stand dort „HOLLYWOODLAND“. Das Zeichen wurde 1923 als temporäre Außenwerbung für ein gleichnamiges Immobilienprojekt errichtet und sollte nur 18 Monate stehen bleiben.
Im Jahr 1949 wurden die letzten vier Buchstaben („LAND“) entfernt, um nicht mehr eine Wohnsiedlung, sondern das gesamte Viertel und die aufstrebende Filmindustrie zu repräsentieren. In den Anfangsjahren war das Schild mit etwa 4.000 Glühbirnen bestückt, die nachts in Intervallen blinkten („Holly“ – „Wood“ – „Land“). Heute ist das Schild nachts nicht mehr beleuchtet, außer zu ganz besonderen Anlässen.
Das Gelände um die Buchstaben ist heute mit einem hochmodernen Überwachungssystem gesichert. Der direkte Zugang zu den Buchstaben ist streng verboten und wird von der Polizei (oft per Hubschrauber) überwacht, da das Areal als brandgefährdete Zone gilt.
Universal Studios: Die totale Inszenierung von Speed und Studio in der Traumfabrik
Während meines Besuches in den Universal Studios Hollywood herrschte ein permanenter Sturm aus Eindrücken. Die Mittagssonne brannte unerbittlich auf den Asphalt, während die Luft von einer Mischung aus künstlichem Nebel, dem Geruch von Fast Food und dröhnenden Soundtracks vibrierte.
Überall Reize: Das ununterbrochene Rauschen der Menge, Kinder zwischen Euphorie und Erschöpfung und die schiere Farbgewalt der Super Nintendo World. Es ist ein Ort, der keinen Leerraum zulässt. Die Leica dokumentiert hier das Flimmern der Hitze über den Köpfen und diese rastlose, künstliche Energie. Ein Paradoxon aus Kommerz-Ästhetik und der Anstrengung eines heißen Tages in Südkalifornien.
Schaue Dir gerne meine Fotoserie über Kalifornien hier an.
Die Liebe zur Fotografie begleitet mich seit meiner Kindheit und als gebürtiger Hannoveraner habe ich diese Leidenschaft später im Studium des Kommunikationsdesigns vertieft und die Fotografie zu meinem gestalterischen Schwerpunkt gemacht.



